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Zwischenstopp im Nirgendwo

Aktualisiert: vor 2 Tagen

26. Mai 2023

Heute habe ich Frieda beim Ausrangieren ganz schön quälen müssen. Vor-nach rechts-zurück-nach links... und so weiter. Das hab' ich schon besser hinbekommen. Aber vermutlich hat sich das leidige Plattenthema auch auf meine Fähigkeit ausgewirkt, die Fernbedienung des Movers zu bedienen.


Egal. Die Sonne scheint, und das Gespann rollt stabil über die Autobahn. Die Fahrt wird über Luxembourg, Metz, Nancy, Dijon, Clermont-Ferrand in Richtung Süden führen. Kurz vor Luxembourg frage ich mich - zum wievielten Mail eigentlich - wie schnell ich in dem kleinen Land auf der Autobahn fahren kann. Und - zum wievielten Mal eigentlich - nehme ich mir vor, endlich einen Zettel mit allen Geschwindigkeitsvorgaben für Gespanne in den Nachbarländern unter die Sonnenblende zu kleben. Aber warum kann sich die EU nicht auf einheitliche Regeln einigen? Ich zumindest fände das gut. Aber Deutschland kann sich ja nicht mal auf ein Tempolimit auf Autobahnen festlegen...


Ich beschließe also, die wenigen luxembourgischen Kilometer mit 80 Stundenkilometern hinter mich zu bringen. Sicher ist sicher. In Frankreich angekommen, begeistern mich wieder die Autobahnen. Natürlich muss ich hier als Autofahrer meist etwas bezahlen, wenn ich die Autobahn nutzen will. Aber die Straßen sind wenigstens in Ordnung! Auch die Nationalstraßen sind größtenteils gut ausgebaut und stehen den Autobahnen kaum nach. Es lohnt sich also durchaus, nicht nur über die Autobahnen zu fahren. Nur die Ralentisseurs, also die Bremsschwellen in den Orten nerven mich. Mein Stützrad schreit jedes Mal ganz laut, egal, mit welcher Geschwindigkeit ich die Bodenschwellen passiere.


Ich hatte mir überlegt, in Beaune zu übernachten. Den Campingplatz kenne ich, und ich wollte mir schon immer mal die Hospices-de-Beaune - die historischen Bauten des Bürgerkrankenhauses aus dem Jahr 1443 - ansehen. Aber die Idee hatten wohl schon andere vor mir, der Campingplatz ist leider "Complet", also voll.


Ich lande am Ende auf dem Camping de Santenay. Einige Orte weiter. Ziemlich einsam und verlassen, aber dafür bekomme ich noch meinen Stellplatz für die Nacht. Und vielleicht schaffe ich die Hospices ja auch der Rückfahrt...


Nach langen Suchen finde ich einen Übernachtungsplatz auf dem Camping de Santenay


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